Tim und Struppi are in Town!

Freunde von Hergés Tim und Struppi dürfen sich freuen. In Frankfurt am Main eröffnet am 12. Oktober der erste Pop-Up-Store zum Thema. Atomax-Chef Thomas Schützinger wird im Last Century Modern von Arman Khoschbonyani fünf Wochen lang ausgewählte Figuren, Drucke und sonstige Devotionalien aus dem Tintin-Universum präsentieren. So manche Rarität dürfte Sammlerherzen höher schlagen lassen. Ich habe mich mit Thomas über das Event unterhalten.

(AJ) Lieber Thomas, aus Brüssel kennt man die Hergé-Boutique. In anderen Ländern sind Läden mit Comics, Figuren und Drucken keine Seltenheit. Jetzt wirst Du in Frankfurt zumindest für ein paar Wochen die Comicwelt um Tim und Struppi präsentieren. Was genau erwartet uns?

(TS) Wir planen in Frankfurt tatsächlich etwas besonderes: es wird zum ersten Mal In Deutschland einen reinen Tim und Struppi Pop-up Store geben. Das ganze findet in der Domstraße 6 statt in den Räumlichkeiten von Last Century Modern und geht vom 12. Oktober bis zum 16. November. Anlass ist der 90. Geburtstag von Tim und Struppi und die Tatsache dass es so etwas in Deutschland bislang noch nicht gegeben hat.
Die Lithos sind auf 77 Exemplare limitiert, 60 x 80 cm groß und kosten 900 Euro. ©Hergé/Moulinsart

(AJ) Auf welche Highlights können sich die Besucher des Ladens denn freuen?

(TS) Wir werden hier alle zur Zeit lieferbaren Tim und Struppi-Artefakte anbieten und natürlich auch sämtliche Comics, sowie die gesamte deutsche Sekundärliteratur sofern lieferbar. Vor allem aber Artikel, die es sonst normalerweise so nicht zu kaufen gibt: so haben wir zum Beispiel eine sehr seltene Bronzefigur von „Tim im Lande der Soviets“, die nur auf 17 Exemplare limitiert ist und den stolzen Preis von 17.500 € hat! Aber auch sehr seltene Siebdrucke und Lithographien, die es so im normalen Handel nicht zu erwerben gibt. Darüber hinaus planen wir eine Signierstunde mit Michael Farr, dem Autoren von „Auf den Spuren von Tim und Struppi“ und dem Übersetzer der deutschen Ausgabe von den drei Teilen „Die Kunst von Hergé“. 
 
Die seltene und teure Bronze-Figur. ©Hergé/Moulinsart

(AJ) Werden die Exponate zusätzlich zu dem aussergewöhnlichen Angebot von Last Century Modern präsentiert?

(TS) Nein. Der Pop-up Store dreht sich in diesen fünf Wochen ausschließlich um die Welt von Hergé und Tim und Struppi und es wird keinerlei Artikel von anderen Themen oder aus anderen Themenwelten geben.
 
Der „Last Century Modern“ von Arman Khoschbonyani, direkt am Dom.

(AJ) Warum überhaupt Frankfurt? Warum dort, direkt am Dom?

(TS) Wir haben uns für die Räumlichkeiten von Last Century Modern entschieden, weil die Lage des Ladens super ist, gleich gegenüber der neugebauten Altstadt zwischen des Museums für moderne Kunst und der Schirn. Wir denken dass diese Lokalität perfekt geeignet es um ein großes Interesse zu generieren bei Leuten die sich mit dem Thema Tim und Struppi noch nicht so gut auskennen oder Tim und Struppi vielleicht unter Umständen überhaupt nicht kennen. Außerdem ist der Laden von Arman Khoschbonyani sowieso schon ein Anlaufpunkt für Tim und Struppi-Liebhaber, so können wir eine große Zahl von Interessenten zusammen bringen.
Noch eine der limitierten Lithographien ©Hergé/Moulinsart.

(AJ) Wie groß schätzt Du das Interesse an so einem Projekt ein? Und wird es bei dem einmaligen Pop-up Store bleiben?

(TS) Das Interesse an Tim und Struppi ist auch in Deutschland recht hoch. Das liegt zum einen an dem großen Engagement des Carlsen-Verlages, was die Publikationen der Comics angeht. Wir merken aber auch ein deutlich gestiegenes Interesse an den gesamten Merchandise-Artikeln, die es bei uns zu kaufen gibt. Seien es nun T-Shirts, Poster, Postkarten oder Geschirr und Kunstharzfiguren: das Interesse ist riesengroß und steigt weiter.
Ob das eine einmalige Sache sein wird weiß ich noch nicht, eventuell planen wir eine Neuauflage für das kommende oder das Jahr darauf, dann natürlich in einer anderen Stadt. Wir werden zunächst einmal das Ergebnis dieses Pop-up Stores abwarten und dann werden wir entscheiden wie es weitergeht.
Zur Person: 
Thomas Schützinger macht seit circa 25 Jahren die Firma Atomax Mechandising, und arbeitet mit französischen und belgischen Herstellern von Comic-Devotionalien  zusammen. Unter anderem sind das die Firmen Attakus, Pixi/Plastoy, Fariboles und Leblon Delienne, um nur ein paar zu nennen. Seit 2007 hat er den exklusiven Vertrieb für die Tim und Struppi Produkte der belgischen Firma Moulinsart, die das Erbe von Hergé verwalten und vermarkten.
 
Atomax-Betreiber Thomas Schützinger.

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