Atelierbesuch: Holger Klein

Für einen Artikel, der demnächst auf hessenschau.de erscheinen wird, war ich heute zum Atelierbesuch beim Frankfurter Comic-Zeichner Holger Klein. Vor ein paar Monaten hat er seinen aktuellen Comic „Tödliches Spiel“ veröffentlicht (Kult Comics). Die Geschichte spielt im Frankfurt der 50er Jahre und handelt vom tödlichen Fenstersturz eines Musikers. War es ein Unfall, Selbstmord oder doch Mord?

Zeichner Holger Klein bei der Arbeit an einem neuen Comic.
Holger Klein bei der Arbeit an einem neuen Comic. ©Alex Jakubowski

Frankfurt als Spielort

Musikfan Holger Klein hat darin den Tod des Jazz-Musikers Chet Baker aufgegriffen. Der ist selbst  Ende der 80er Jahre durch den Sturz aus einem Hotelfenster ums Leben gekommen. Der Zeichner hat noch ein wenig Frankfurter Lokalkolorit hinzugefügt und auch die Geschichte um die Prostituierte Rosemarie Nitribitt verarbeitet. Die Frankfurterin kam in den 50er Jahren auf rätselhafte Weise zu Tode. 

Die weibliche Comic-Hauptfigur.
Die Nitribitt als Vorlage für Kleins weibliche Hauptfigur. ©Alex Jakubowski
Skizzen und Entwürfe zu "Tödliches Spiel"
Skizzen und Entwürfe zu „Tödliches Spiel“ ©Alex Jakubowski

Musiker als Leitmotiv

Interessanterweise hat der Comic schon einige Jahre auf dem Buckel, aber erst jetzt hat sich ein Verlag gefunden, den Krimi zu veröffentlichen. Nachdem schon sein erster Comic „Kann denn Liebe Sünde sein“ von einem Musiker handelte (einem Cello-Spieler, der klassische Musik spielt, bei Carlsen erschienen) und der zweite im Jazz-Milieu zu Hause ist, könnte sich Holger auch vorstellen, einen weiteren Band mit Musikbezug zu zeichnen. Dann aber im Frankfurt von heute und vermutlich mit Verweisen auf die Techno-Szene.

Copic-Marker zum kolorieren.
Copic-Marker zum kolorieren in Kleins Atelier.©Alex Jakubowski

Weitere Atelierbesuche geplant

Der Besuch bei Holger Klein soll den Auftakt bilden zu weiteren Atelierbesuchen bei Comic-Zeichnern oder Comic-Schaffenden. Ideen nehme ich gerne entgegen.

 

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