Als Comiczeichner setzt sich Timo Wuerz seit jeher für den Umweltschutz ein. In seinem neuen Buch widmet er sich den Weltmeeren. In Fünf Geschichten über uns und das Meer richtet er sich an alle, die das Meer lieben. Der Erlös des Comics geht an die Captain Paul Watson Foundation. Timo Wuerz: Bevor wir verschwanden.

© 2026 Timo Wuerz
(Alex Jakubowski) Du hast einen neuen Comic gemacht, allerdings einen Speziellen. Du machst damit mal wieder auf Umweltsünden aufmerksam, etwa auf die Überfischung der Meere. Wie kam es zu dem Projekt?
(Timo Wuerz) So sehr mir meine letzten Comics Spaß machten, waren sie doch mehr oder weniger Auftragsarbeiten in dem Sinn, dass ich nicht wie früher selbst der Urheber der Projekte war. Auch wenn ich immer noch mehr Energie habe als ein Rudel Sechsjähriger, bin ich doch nicht mehr der Allerjüngste und mir läuft die Zeit davon. Unserem Überleben auf diesem Planeten bekanntlich auch, so wie wir mit ihm und seinen Geschöpfen umgehen. So ist es mir ein dringliches Anliegen, die meisten meiner Projekte, ob Bildbände oder Comics in den Dienst unseres Überlebens zu stellen: jeder zweite unserer Atemzüge hängt direkt mit dem Meer zusammen. Ohne ausreichende Artenvielfalt und gesunde Ökosysteme haben auch wir Menschen keine Chance, geschweige denn unsere nichtmenschlichen Mitbewohner. Auch wenn es Viele gern herunterspielen oder vergessen wollen: wir sind nichts anderes als Säugetiere und direkt auf unsere Umgebung angewiesen.
So sehr mir meine letzten Comics Spaß machten, waren sie doch mehr oder weniger Auftragsarbeiten in dem Sinn, dass ich nicht wie früher selbst der Urheber der Projekte war. Auch wenn ich immer noch mehr Energie habe als ein Rudel Sechsjähriger, bin ich doch nicht mehr der Allerjüngste und mir läuft die Zeit davon. Unserem Überleben auf diesem Planeten bekanntlich auch, so wie wir mit ihm und seinen Geschöpfen umgehen. So ist es mir ein dringliches Anliegen, die meisten meiner Projekte, ob Bildbände oder Comics in den Dienst unseres Überlebens zu stellen: jeder zweite unserer Atemzüge hängt direkt mit dem Meer zusammen. Ohne ausreichende Artenvielfalt und gesunde Ökosysteme haben auch wir Menschen keine Chance, geschweige denn unsere nichtmenschlichen Mitbewohner. Auch wenn es Viele gern herunterspielen oder vergessen wollen: wir sind nichts anderes als Säugetiere und direkt auf unsere Umgebung angewiesen.
So sehr mir meine letzten Comics Spaß machten, waren sie doch mehr oder weniger Auftragsarbeiten in dem Sinn, dass ich nicht wie früher selbst der Urheber der Projekte war. Auch wenn ich immer noch mehr Energie habe als ein Rudel Sechsjähriger, bin ich doch nicht mehr der Allerjüngste und mir läuft die Zeit davon. Unserem Überleben auf diesem Planeten bekanntlich auch, so wie wir mit ihm und seinen Geschöpfen umgehen. So ist es mir ein dringliches Anliegen, die meisten meiner Projekte, ob Bildbände oder Comics in den Dienst unseres Überlebens zu stellen: jeder zweite unserer Atemzüge hängt direkt mit dem Meer zusammen. Ohne ausreichende Artenvielfalt und gesunde Ökosysteme haben auch wir Menschen keine Chance, geschweige denn unsere nichtmenschlichen Mitbewohner. Auch wenn es Viele gern herunterspielen oder vergessen wollen: wir sind nichts anderes als Säugetiere und direkt auf unsere Umgebung angewiesen.

© 2026 Timo Wuerz
Fünf Geschichten über uns und das Meer lautet der Untertitel Deines Comics. Wer romantische Sonnenuntergänge oder Tauchgänge auf den Bahamas erwartet, wird aber enttäuscht. Das Bild, das Du zeigst, ist ja überwiegend düster oder auch pessimistisch. Hast Du die Hoffnung schon aufgegeben?
Aus einem naturwissenschaftlichen Haushalt zu kommen, Studien und Fachliteratur zu lesen und sich lange für Artenvielfalt und Tierrechte zu engagieren, hilft in der Tat nicht, positiv in unsere Zukunft zu schauen. Ich halte es mit Patagonia-Gründer Yvon Chouinard, der in einem Interview gefragt wurde, wenn er doch so pessimistisch sei, was den Erhalt unserer Lebensgrundlage betrifft, warum er sich dann so sehr für Nachhaltigkeit einsetze. Er antwortete, er sei eben ein Pessimist, der nachts gern gut schläft. So sehe ich das aus: ich werde die Welt nicht retten, aber ich werde alles einsetzen, es zu versuchen. Als pessimistisch würde ich übrigens den Comic gar nicht sehen. Der Tenor fast aller Reaktionen, die ich bislang darauf hörte oder las, war ‚bewegend‘ und ‚tröstlich‘. Das ist doch schon mal was.

© 2026 Timo Wuerz
Eine Story heißt Die letzten Ihrer Art. Ich erinnere mich da an ein Buch von Douglas Adams, der sich vor Jahrzehnten bereits auf die Suche nach ausgestorbenen Tieren gemacht hatte. Deine Geschichte ist ungleich dystopischer. Dennoch: Hat er Dich inspiriert?
Adams‘ Buch habe ich bei Erscheinen damals natürlich gelesen und mag es immer noch sehr. Heute wäre das Buch bei Weitem dystopischer. So wie eben fast alle Bücher zu dem Thema. Ein Viertel aller katalogisierten Tier- und Pflanzenarten ist laut eines bereits 2019 veröffentlichten Berichts des Weltbiodiversitätsrats bereits verloren. Laut WWF hat sich die Wildtierpopulation seit 1970 weltweit um über 60 Prozent verringert, in Mittel- und Südamerika sogar um 89 Prozent. Das würde auch Douglas Adams Alpträume bereiten.
Ramar/Ralf Marczinczik, der die besagte Geschichte im Comic schrieb, war bei mir zuhause zum Abendessen zu Gast und wir redeten darüber, doch mal eine Kurzstory zusammen zu machen. Ich erzählte ihm von diesem geplanten Meerescomicalbum und wenige Tage später hatte ich seine Geschichte ‚Die letzten ihrer Art‘ im Emailfach.

© 2026 Timo Wuerz
Der Erlös des Buches geht an die Captain Paul Watson Stiftung. Verrate uns etwas über diese Stftung und welche Beziehung hast Du zu ihr?
Aufgabe und Ziel ist die Umsetzung der in der Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen festgelegten Gesetze. Die Captain Paul Watson Foundation bezieht sich dabei primär auf Abschnitt 21 als Leitlinie für ihr Handeln und verpflichtet sich, im Einklang mit internationalen Umweltschutzgesetzen zu handeln und stützt sich zudem auf zahlreiche multinationale Abkommen zum Schutz von Arten und Meereslebensräumen. Staatliche Organe und Behörden handeln aber nicht, aufgrund fehlenden politischen Willens oder wirtschaftlicher Hintergründe. Wilderer plündern ungestraft die Meere, missachten Schutzgebiete und entziehen sich jeglicher Kontrolle in Bezug auf Fangquoten, Beifänge oder den Artenschutz. Paul Watson, Mitbegründer von Greenpeace und Gründer von Sea Shepherd streitet für das Leben im Meer mit der Strategie der aggressiven Gewaltlosigkeit. Ich selbst kenne ihn seit Jahren und bin ein Botschafter der Captain Paul Watson Foundation.

© 2026 Timo Wuerz
Was können wir Deiner Meinung nach tun, damit es den Weltmeeren in Zukunft besser geht?
Jeder kann sich bei Meeresschutzorganisationen engagieren. Selbst vom Schreib- oder Maltisch aus, aber auch gern auf Booten, wenn man abenteuerlustig ist. Würde man nur eine Sache umstellen wollen im Leben, um so viel Gutes für sich, andere Menschen, Ökosysteme und das Meer zu tun, ist die Antwort, ob es einem passt oder nicht, immer dieselbe: lebe soweit es irgendwie geht ohne tierische Produkten und ernähre dich vegan. Musste selbst ich als großer Fisch- und Fleischliebhaber einsehen und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Ob einem diese Antwort gefällt oder nicht, ändert an ihrer Richtigkeit leider nichts. Anders wär es mir auch lieber, haha.

© Erik Pothast